Wer im ASG einen Abschluss als „ordentliche/r TrainerIn“ in einer unserer derzeitigen Ausbildungsparten (Rhetorik, Moderation, etc.) erlangen möchte, hat eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. Sie sind in unserer aktuellen Ausbildungsordnung fest gelegt, die ein mehrstufiges System beinhaltet.


Die Ausbildungsordnung des ASG 2006

1. Stufe: Allgemeine Teilnahmevoraussetzung

  • Nachweis der Teilnahme an drei Verhaltenstrainings (Teilnahmebestätigung des/der TrainerIn oder VeranstalterIn)
  • Aufnahmegespräch mit einem/r ASG-Pepräsentanten/in:
    Dessen Inhalt ist die Beratung der/s InteressentIn und, bei beiderseitigem Einverständnis, der Abschluss des Ausbildungsvertrages.
  • Abschluss der Ausbildungsvereinbarung zwischen dem ASG und dem/r InteressentIn

    « nach oben

2. Stufe: Der Trainer(grund)lehrgang

Die 2. Stufe der Trainerausbildung besteht im Grundlehrgang. Er besteht aus sechs Modulen, die als Blockseminare abgehalten werden. Ein Grundlehrgang findet jeweils in geschlossener Form im Zeitraum von ca. 6-8 Monaten (Spätherbst bis Frühjahr) statt.
Die Teilnahme an allen Modulen ist Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

    Die Module:

    • Modul 1: T-Gruppe (5 Tage) Dieses Modul findet außerhalb
      des eigentlichen Lehrgangs statt. Innerhalb von einem Jahr vor dem Modul 2 muss jede/r TeilnehmerIn eine 5-t-gige T-Gruppe bei einem vom ASG empfohlenen Veranstalter absolvieren. Die Teilnahmebestätigung ist Voraussetzung für die weitere Lehrgangsteilnahme.

    • Modul 2: Gruppe (3 Tage) Inhalte: Ich und die Gruppe, Reflexion der gruppendynamischen Erfahrung, Grundlagen
      der Sozialpsychologie, Trainerrolle und Trainerverhalten, Kooperation und Team, Rollen.

    • Modul 3: Kommunikation (3 Tage) Inhalte: Grundlagen
      der Kommunikationstheorie, Kommunikation im Training, grundlegende Kommunikationsübungen, Störungen, Konflikte

    • Modul 4: Präsentation und Moderation (3 Tage)
      Inhalte: Präsentationstechnik, Grundlagen der Moderation, Visualisierung, Kreativitätstechniken.

    • Modul 5: Methodik und Didaktik (3 Tage) Inhalte: Interventionstechnik, Einsatz von Übungen, Übungs-
      und Arbeitsformen, materielles Trainerwerkzeug (Video, Seminarraumeinrichtung, Animations-, Übungs- und Arbeitsmaterial).

    • Modul 6: Design (5 Tage) Inhalte: Auftrag und Auftragsklärung, Designentwicklung, Kooperation in Trainerteams, Reflexion von Trainerrolle und Verhalten, Evaluation, Trainingskonzepte und -modelle, Probetrainings. In allen Modulen findet laufend
      ein Reflexionsprozess statt, in dem die TeilnehmerInnen sich mit ihrem Selbstverständnis als angehende TrainerInnen, mit dem eigenen Verhalten in der Gruppe, mit den Erfahrungen im
      Zuge des Lehrgangs und mit der Trainerrolle (z.B. Fragen der Ethik, „Abstinenz“) auseinandersetzen. Weiters wird auch der Lehrgang selbst als Training hinterfragt und reflektiert (Metaebene). Nach Abschluss der Mittelstufe findet ein weiteres Beratungsgespräch statt, in dem auf Wunsch weitere Ausbildungsperspektiven (3. Stufe, Spezialisierung) reflektiert werden.

In allen Modulen findet laufend ein Reflexionsprozess statt, in dem die TeilnehmerInnen sich mit ihrem Selbstverständnis als angehende TrainerInnen, mit dem eigenen Verhalten in der Gruppe, mit den Erfahrungen im Zuge des Lehrgangs und mit der Trainerrolle (z.B. Fragen der Ethik, „Abstinenz“) auseinandersetzen. Weiters wird auch der Lehrgang selbst als Training hinterfragt und reflektiert (Metaebene).

Nach Abschluss der Mittelstufe findet ein weiteres Beratungsgespräch statt, in dem auf Wunsch weitere Ausbildungsperspektiven (3. Stufe, Spezialisierung) reflektiert werden.

« nach oben

3. Stufe: Die Spezialisierung und der Abschluss

Teilnahmevoraussetzung für die 3. Stufe ist zuallererst der erfolgreiche Abschluss der 2.Stufe, der Nachweis wird durch Teilnahmebestätigungen erbracht.

Auf der 3. Stufe der Trainerausbildung ist dann zunächst einer von mehreren parallel verlaufenden Aufbaulehrgängen auszuwählen und zu absolvieren. Die Absolvierung zumindest eines Aufbaulehrganges ist wiederum eine der Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschlusses der Ausbildung und Graduierung zum ASG-Trainer.

Die Aufbaulehrgänge

In der Regel bietet der ASG drei Aufbaulehrgänge an, weitere Lehrgänge kommen bei Bedarf hinzu. Aus dem bestehenden ASG-Angebot (oder dem vergleichbarer Anbieter) ist jeweils ein Bereich auszuwählen:

  • Rhetorik und Kommunikation (2 x 3 Tage) Inhalte: Freie Rede, Fünfsatz, Redevorbereitung, Sprechtechnik, Argumentationstechnik, konstruktive Gesprächsführung, Kampfrhetorik, Gesprächsformen (Verkaufs-, Überzeugungs-, Beratungs-, Mitarbeiter-, Streitgespräch...), Diskussionsverhalten, Diskussionsleitung, Verhalten bei Kommunikationsstörungen (Konflikt Missverständnis, Ablehnung...).
  • Moderationstechnik (1 x 3 Tage) Inhalte: Struktur und Ablauf einer Moderation, Rolle des Moderators, Arten der Moderation, Vorbereitung, Moderatorenequipment, typische Moderationssequenzen, Umgang mit Problemsituationen. Teamentwicklung und
  • Projektmanagement (2 x 3 Tage) Inhalte: Gruppen und
    Teams im Kontext von Organisationen und Arbeitsfeldern, Teamentwicklung, Kooperation und Führung, Problemdefinition und -analyse, Problembearbeitungsmodelle, Projektentwicklung, Ablaufplanung, Steuerung und Evaluierung von Planungsprozessen.

    Selbsterfahrung
    Im Anschluss an den oder parallel zum Aufbaulehrgang
    muss jede/r TeilnehmerIn eine ca. einjährige, durchgehende Selbsterfahrungsgruppe unter der Leitung eines/einer anerkannten PsychotherapeutIn absolvieren.

    Trainingspraxis
    Eine weitere grundlegende Voraussetzung für die Graduierung zum/zur ASG-TrainerIn ist die Bewährung in der Praxis.
    Die erfolgreiche Umsetzung des Gelernten wird durch vier Trainings, entweder als Co- Trainer oder unter Supervision, nachgewiesen. Mindestens ein Co-Training und mindestens
    ein supervidiertes Training müssen darunter sein. Die/der jeweilige AusbildungstrainerIn für die Co-Trainings und die/der SupervisorIn müssen vom ASG anerkannt sein. Der Nachweis über Co-Training bzw. supervidierten Trainingsauftritt erfolgt durch ein Kurzgutachten des/r jeweiligen Ausbildungstrainers/in bzw. eine kurze (2 Seiten) schriftliche Supervisionsdokumentation.

    Abschlussarbeit und Abschlussgespräch
    Die Abschlussarbeit stellt eine schriftliche Theoriearbeit oder schriftliche Reflexion des Lehrgangs ausgehend von zuvor mit dem/r Leiter/in der AG-Ausbildungskommission vereinbarten Fragestellungen dar. Die Diskussion dieser Arbeit mit den Ausbildungsverantwortlichen schließt die Ausbildung zum/r
    ASG-Trainer/in ab.

    « nach oben




 



1. Stufe:
Allgemeine Teilnahmevoraussetzung


2. Stufe:
Der Trainer(grund)lehrgang


3. Stufe:
Die Spezialisierung und der Abschluss